Gold im Fokus: Kurzfristig Erholung – Mittelfristig weiter abwärts
Der Goldpreis befindet sich bereits seit geraumer Zeit in einer intakten Abwärtsbewegung. Die zuletzt identifizierten Kursziele auf der Unterseite wurden inzwischen erreicht, wodurch sich die Frage stellt: Ist Gold nun reif für eine technische Gegenbewegung oder droht eine weitere Beschleunigung der Abwärtsdynamik? Grundlage dieser Analyse sind die im Markt besprochenen Chartstrukturen und Kursmarken.
Die Ausgangslage
Aus charttechnischer Sicht hat Gold die zuvor definierten Abwärtsziele im Bereich von 4.347 USD sowie das Swing-Low bei rund 4.304 USD erreicht. Damit wurde ein wesentlicher Teil der laufenden Korrektur bereits abgearbeitet. Gleichzeitig befinden sich die Kurse nun in einem Bereich, in dem sowohl Long- als auch Short-Setups interessante Chancen bieten.
Für Trader ist das aktuell besonders spannend, denn die Marktstruktur erlaubt sowohl eine technische Erholung als auch eine unmittelbare Fortsetzung des bestehenden Abwärtstrends.
Long-Szenario: Technische Erholung möglich
Für die Käuferseite wird entscheidend sein, ob Gold die aktuelle Konsolidierung nach oben verlassen kann. Im Stundenchart hat sich nach dem ersten Erholungsversuch eine Kontraktionsformation gebildet. Solche Muster dienen häufig als Vorbereitung für eine Gegenbewegung innerhalb eines übergeordneten Trends.
Ein erstes Kaufsignal entsteht beim Überschreiten des Bereichs um 4.352,75 USD bis 4.358,90 USD. Gelingt dieser Ausbruch, könnte sich eine technische Erholung in Richtung der nächsten Widerstandszonen entwickeln.
Die ersten Kursziele liegen dabei im Bereich von 4.476 bis 4.484 USD. Darüber hinaus rückt die Zone um 4.515 USD in den Fokus. Das übergeordnete Ziel einer mehrtägigen Erholung befindet sich schließlich im Bereich von 4.520 USD.
Wichtig dabei: Es handelt sich aktuell lediglich um ein Erholungsszenario innerhalb eines weiterhin bestehenden Abwärtstrends. Erst eine nachhaltige Stabilisierung oberhalb der genannten Widerstände würde das technische Bild deutlich verbessern.
Long-Setup (Erholung)
Einstieg:
Kaufen bei 4.352,75 USD (aggressiv)
Kaufen bei 4.358,90 USD (konservativ)
Absicherung:
Eng: unter 4.323,00 USD
Konservativ: unter 4.311,00 USD
Swing-Ansatz: unter 4.267,80 USD
Kursziele:
4.476,00 USD – 4.484,00 USD
4.515,00 USD
Short-Szenario: Trendfortsetzung bleibt wahrscheinlich
Trotz der Möglichkeit einer Gegenbewegung bleibt der übergeordnete Trend weiterhin abwärtsgerichtet. Sollte Gold die Erholung nicht starten können und stattdessen erneut Druck auf die jüngsten Tiefs ausüben, wäre dies ein Hinweis auf die Fortsetzung des Abwärtstrends.
Als erster wichtiger Trigger auf der Unterseite gilt das Tagestief. Ein Bruch dieser Marke würde die laufende Abwärtssequenz mit fallenden Hochs und fallenden Tiefs bestätigen. In diesem Fall dürfte zunächst die Unterstützung im Bereich von 4.267,80 USD getestet werden.
Fällt auch diese Marke, eröffnet sich weiteres Abwärtspotenzial bis in den Bereich des markanten Swing-Lows aus dem März bei rund 4.100 USD.
Gerade weil Gold bereits einen größeren Teil der Korrektur absolviert hat, sollten Short-Positionen jedoch konsequent gemanagt werden. Die Gefahr einer scharfen Gegenbewegung nimmt mit jedem weiteren Rückgang zu.
Short-Setup (Trendfortsetzung)
Einstieg:
Verkaufen bei 4.311,00 USD (konservativ)
Verkaufen bei 4.323,00 USD (aggressiv)
Absicherung:
oberhalb von 4.352,75 USD
Kursziele:
4.267,80 USD
4.100 USD (März-Swing-Low)
Fazit
Gold befindet sich aktuell an einem spannenden Wendepunkt. Kurzfristig spricht die Kontraktionsstruktur für die Chance einer technischen Erholung. Solange jedoch kein nachhaltiger Ausbruch über die genannten Triggermarken gelingt, bleibt der übergeordnete Abwärtstrend intakt. Trader sollten daher flexibel bleiben und beide Szenarien auf dem Radar haben. Die nächsten Handelstage dürften darüber entscheiden, ob Gold zunächst eine Gegenbewegung bis in den Bereich von 4.500 USD startet oder den Weg in Richtung 4.100 USD fortsetzt.
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Erfolgreiches Trading wünscht Ihnen
Mike Seidl
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